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Abschied & Neubeginn: Tipps

Tipps für den Alltag:

Gestehen Sie sich alle Gefühle ein, die Sie bezüglich Ihrer Situation haben – Trauer, Angst, Wut, Hilflosigkeit, Verbitterung, tiefe Verzweiflung und fühlen Sie sie auch.

Beobachten Sie Ihre Gedanken und nehmen Sie Ihre Überzeugungen wahr. Sind das solche, die Ihnen Kraft, Mut, Trost und Hoffnung schenken, oder rauben Sie Ihnen eher Stärke und Zuversicht? Ihr Denken und Fühlen hat unglaubliche Macht. Überprüfen Sie also, was Sie denken. Und vor allem, glauben Sie nicht alles davon. Schwächende Gedanken können sein: „Darüber werde ich nie hinwegkommen“, „Jetzt hat das Leben keinen Sinn mehr für mich“, „Ich werde das niemals schaffen“, „Ich bin schwach und hilflos – wie soll ich etwas verändern können?“. Stärkende Gedanken hingegen klingen so: „Ich bin in der Lage, meine Herausforderungen zu meistern“, „Ich bin viel stärker als mir im Moment bewusst ist“, „Jede Krise dient meinem Wachstum und ist eine Chance“, „Auch wenn ich eine schlimme Kindheit hatte, heute bestimme ich die Regeln für mein Leben“, „Im Moment weiß ich nicht, wie es weiter geht, aber ich werde es bald wissen!“

Ein Neubeginn kann große Angst auslösen. Selbst das Aufgeben einer Sucht, wie etwa nach Alkohol, Nikotin, Spielen, Kaufen oder ungesundem Essen, verursacht meist Furcht. Denn die Sucht dient meist der Kompensation – also dazu, Ängste zu verdrängen, um sich ihnen nicht stellen zu müssen. Scheuen Sie sich auch nicht, therapeutische Begleitung in Anspruch zu nehmen.

Lieben Sie sich selbst! Das ist für viele von uns generell schwer und in turbulenten Phasen noch schwieriger. Aber bitte überlegen Sie: Wenn Sie nicht gut für sich sorgen – gerade bei Herausforderungen – wer wird es dann tun? Vielleicht enthalten gerade Zeiten eines Abschiedes die Aufforderung an Sie, sich mit der Selbstliebe zu beschäftigen. Haben Sie bisher gesunde Grenzen gesetzt? Dachten Sie, dass Sie nur geliebt werden, wenn Sie perfekt sind und sich damit unter großen Druck gesetzt? Haben Sie zugelassen, dass andere Sie schlecht behandeln? Waren Sie selbst grausam zu sich? Hat sich in Ihrem Leben über die Jahre Groll angesammelt, der nun wie eine schwarze Wolke über Ihnen hängt? Sich selbst zu lieben bedeutet liebevoll, geduldig und gütig mit sich umzugehen. Verabschieden Sie sich also auf jeden Fall von Drama, Panik, Stress und Druck und beginnen Sie neu mit Entspannung und Gelassenheit.

Entfernen Sie das alte Muster „Es muss gelitten werden“. Irgendwann wurde Ihnen vermittelt oder vorgelebt, dass es nicht in Ordnung ist, wenn es Ihnen richtig gut geht. So blockieren Sie unbewusst Ihr Glück. Sollte es sich dennoch einmal zeigen, werden Sie es auf die eine oder andere Art boykottieren. Für mehr Menschen als man denkt, bestimmt diese Prägung ihr Leben und kann sich gerade in Zeiten von Abschied und Neubeginn verstärkt zeigen. Leiden ist dann fast ein Normalzustand und wird durch das starke Muster aus dem Unterbewusstsein immer wieder neu „erzeugt“. Das Gegenteil ist wahr. Sagen Sie sich: „Ich verdiene es, glücklich zu sein.“ Warum auch nicht?

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